Deutliche Aufwertung der Region

Pressemitteilung. 17.09.2018

Die Stadtratsfraktion und der Ortsverband von Bündnis 90/ Die Grünen begrüßen die Zusage des Freistaates Bayern, zur Reaktivierung der Bahnstrecke Dombühl über Feuchtwangen bis Wilburgstetten.

Dies ist eines der herausragenden Infrastrukturprojekte bezüglich des Öffentlichen Nahverkehrs im westlichen Mittelfranken. Mit der Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke wird der westliche Landkreis wieder an das Schienennetz der Bahn angebunden, eine deutliche Aufwertung der Region.

Jetzt muss seitens der Politik als nächster Schritt alles darangesetzt werden, den Lückenschluss nach Nördlingen einzufordern. Dann wären auch die Städte wie Augsburg und München wieder auf direktem Weg per Bahn erreichbar. Beim VGN gibt es bereits Planungen für einen verbesserten Busverkehr. Ein auf die Schiene abgestimmtes Buszubringersystem wird entwickelt, damit noch mehr Orte und damit mehr Bürgerinnen und Bürger vom Öffentlichen Personennahverkehr profitieren. Hier ist jetzt auch die Stadt Feuchtwangen gefordert an zukunftsfähigen Konzepten konstruktiv mitzuarbeiten.

Um von der neuen Anbindung an die Bahn zu profitieren, muss auch rechtzeitig die Planung des Haltestellenumfeldes vorangetrieben werden. Parkraum für Bahnnutzer, Fahrradabstellmöglichkeiten und Haltestellen für Taxis und Busse müssen konzipiert werden.

Die Reaktivierung der Schiene ist nun beschlossene Sache. Jetzt gilt es, die Wiederbelebung der Bahnstrecke gut umzusetzen. Sie  wird dann ein Erfolg, wenn parteiübergreifend und auch in Kooperation mit den Anliegerkommunen nach den besten Lösungen für ein attraktives Gesamtpaket gerungen wird, von dem alle profitieren werden.

Seit 1998 gab es  seitens der Feuchtwanger Grünen zahlreiche Initiativen, Veranstaltungen und Pressemittelungen, um die Reaktivierung der Bahnstrecke voranzubringen. Natürlich gab es in dieser Zeit viele Mitstreiter, vor allem aus den Nachbarkommunen und Verbänden wie dem Bund Naturschutz. Auch auf privater Ebene gab es zuletzt großes Engagement von Feuchtwanger und Dinkelsbühler Bürgern, welche sich für eine zukunftsfähige Anbindung der beiden Städte an das Schienennetz eingesetzt haben.

für die Fraktion, Joachim Gutekunst

Die Bahnreaktivierung kommt – Chancen für unsere Stadt und unsere Region!

Liebe Feuchtwangerinnen und Feuchtwanger,

wir sehen die Reaktivierung der Bahnlinie Dombühl – Feuchtwangen – Dinkelsbühl als historische Chance wieder in das Netz der Bahn eingebunden zu werden und in einem nächsten logischen Schritt auch die Reaktivierung der Bahnlinie Richtung Nördlingen zu ermöglichen.

In vielen Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern zeigt sich, dass das die geplante Bahnreaktivierung für viele ein wichtiges Thema ist. Dabei gibt es häufig Fragen zur Finanzierung des Vorhabens und der Umstrukturierung des Busnetzes. 

Welche Vorteile bringt eine Reaktivierung der Bahn?

Feuchtwangen erhält über den Bahnknoten Dombühl wieder Anschluss an das Fernverkehrsnetz (nach Ansbach und Crailsheim) der Deutschen Bahn. Die geplante Außenstelle der Hochschule, die Bauakademie und unsere Jugendherberge erhalten durch den Zielbahnhof  Feuchtwangen einen Standortvorteil. Neue touristische Potentiale lassen sich erschließen. Barrierefreies Reisen für Senioren und Menschen mit Behinderungen wird wieder möglich. 

Wird der derzeitige Busverkehr eingeschränkt?

Der Busverkehr wird nach einer Reaktivierung der Bahn und dem neuen S-Bahn-Halt in Dombühl neu geordnet und auf die Schiene abgestimmt. Der ÖPNV wird anschließend für unsere Region deutliche Verbesserungen aufweisen. 

Wer finanziert den laufenden Betrieb der Bahn?

Finanziert wird der laufende Betrieb vom Bayerischen Innenministerium. Bayern erhält vom Bund jährlich ca. 1 Mrd. Euro Zuschuss für den Betrieb des regionalen Bahnverkehrs. Das Staatsministerium hat hier schon eine Zusage für einen Betrieb der Strecke bis zum Jahr 2032 gegeben. Siehe PM.

Wer finanziert die Ertüchtigung der bestehenden Trasse?

Hier ist derzeit der Pächter der Strecke, die Bayernbahn gefordert. Die Kosten für eine Streckenertüchtigung betragen ca. 4.7 Mio. Euro. Diese sollen durch die späteren Trassenpreise wieder erwirtschaftet werden. Hier gibt es allerdings noch Fragen zur Kostendeckung.

Das Finanzierungskonzept, welches auf der Informationsveranstaltung am 04.02.2014 in Dinkelsbühl gezeigt wurde, finden sie bei der VGN im PDF Dokument auf Seite 22

Welche Kosten muss die Stadt Feuchtwangen tragen?

Nach derzeitigem Stand ist die Stadt für das Umfeld der Bahnstation zuständig. Also für Bushaltestellen, Parkplätze und Fahrradabstellmöglichkeiten. 

 

 

 

von Links: Michael Schmidt (Stadtrat Feuchtwangen), Wolfgang Hauf (Bürgermeisterkandidat Feuchtwangen, Joachim Gutekunst (Stadtrat Feuchtwangen), Dr. Anton Hofreiter (Bundestagsabgeordneter, Fraktionsvorsitzender), Martin Stümpfig (Landtagsabgeordneter), Uwe Schreiner (Kreisrat, Windbach) und Gerhard Zitzmann (Stadtrat Dinkelsbühl)

Pressemitteilung - Bahn vom 18.06.2013

Die Antwort des Bundesministers für Verkehr (auf  Anfrage von Dr. Anton Hofreiter) namentlich durch Staatssekretär Enak Ferlemann ist ohne Substanz und zeigt von keinerlei Interesse sich tatsächlich mit der erfolgreichen Reaktivierung der Schiene in Westmittelfranken auseinander zu setzen. Dort wollte man offensichtlich die Anfrage von Dr. Anton Hofreiter so schnell wie möglich vom Tisch.

Die Antwort von Klaus – Dieter Josel auf unsere Anfrage zur notwendigen Ertüchtigung des Bahnknotens Dombühl sehe ich durchaus positiv. Offensichtlich gibt es eine Abstimmung zwischen den entscheidenden Gremien Bayerische Eisenbahngesellschaft, dem zuständigen Wirtschaftsministerium und der Bahn. Der genannte Zeitpunkt Ende 2017 ist zunächst konkret, aber mit der Nennung von Zeitplänen wurde man seitens der Bahn schon sehr häufig enttäuscht. Deshalb gilt es, den politischen Druck auf die beteiligten Gremien auf allen Ebenen hoch zu halten um den Ausbau und die Wiederbelebung des Schienenverkehrs in Westmittelfranken zu einem Erfolg zu führen.

Neben den schon oft geäußerten Vorteilen einer Bahnreaktivierung wie Erschließung touristischer Potentiale (Dinkelsbühl), Anschluss an das Fernverkehrsnetz der Bahn, weicher Standortfaktor, attraktivere Wohn- und Lebensqualität noch folgender Aspekt: 

Feuchtwangen hat derzeit gute  Chancen Hochschulstandort zu werden, hier wäre ein künftiger „Zielbahnhof Feuchtwangen“ ein eindeutiger Standortvorteil.

Wir sind für die Bahnreaktivierung

Aus dem Juli 2008  - unser Positionspapier:

Positionspapier zur Reaktivierung der Bahnlinie Dinkelsbühl – Feuchtwangen - Dombühl

Im Jahr 1999 wurden in einem Gutachten des VGN verschiedene Reaktivierungsmodelle der Bahnlinie Dinkelsbühl – Feuchtwangen – Dombühl geprüft. Die Studie kam damals zu dem Schluss, dass bei einer Abstimmung des Busverkehrs auf die Bahn eine Reaktivierung der Schienenstrecke Dombühl – Dinkelsbühl aus verkehrlicher Sicht sinnvoll ist.

In einem Schreiben an den damaligen Staatsminister Wiesheu forderten sechs Bürgermeister der Kommunalen Allianz die Reaktivierung der Bahnstrecke. Zitat: „ Die Mitglieder der Allianz, vertreten durch die Bürgermeister, sehen darin notwendige Verbesserungen des öffentlichen Nahverkehrs des eher schwach strukturierten Raumes.“ Und weiter: „Wir sind der Ansicht, dass ökologische und verkehrstechnische Aufgabe, den Individualverkehr zu reduzieren, am besten dort zu lösen ist, wo eine Bahntrasse bereits existiert; die Akzeptanz des Schienenverkehrs im Berufs- und Freizeitverkehr nimmt überall dort zu, wo das Fahrplanangebot in Verbindung mit Anschlüssen an den VGN verbessert wurde. ... Dabei muss es Vorraussetzung sein, durch ergänzende Buslinien das Angebot der Bahn für den gesamten Raum zu erschließen.“

Im Jahr 2000 stand die Bahnlinie Dinkelsbühl – Feuchtwangen – Dombühl kurz vor der Reaktivierung für den Personennahverkehr. Warum die Reaktivierung letztendlich nicht durchgeführt wurde, war und ist bis heute schwer nachzuvollziehen. Vermutlich wurden von kommunaler Seite doch zu viele Bedenken geäußert und die Wiederinbetriebnahme der Schiene nicht mit letzter Konsequenz eingefordert.

Nun, acht Jahre später haben sich die Vorraussetzungen für eine Wiederaufnahme des Schienenverkehrs grundlegend verbessert:

1. Bis 2010 soll im Zuge des S-Bahn-Baues Ansbach – Nürnberg auch auf der Strecke Ansbach - Dombühl der Stundentakt eingeführt werden. Der aktuelle Nahverkehrsplan sähe dann vor, die Buslinien in einer Nord – Süd – Achse auf den Bahnknotenpunkt Dombühl auszurichten. Bei einer Reaktivierung der Schiene würde genau in Nord- Südrichtung eine leistungsfähige Verkehrsachse entstehen mit Anschluss an den Verkehrsknotenpunkt Dombühl. Dies würde einen Anschluss der Städte Dinkelsbühl und Feuchtwangen an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn AG bedeuten.

2. Durch steigende Energiepreise hat die Bahn bereits seit Jahresbeginn 2008 massive Steigerungen der Fahrgastzahlen. Von einer weiteren Attraktivitätssteigerung der öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere der Bahn ist auszugehen.

3. Wirtschaftliche Überlegungen bei Gewerbe und Industrie lassen bei anhaltend hohen Energiekosten den Transport per Bahn zukünftig immer interessanter erscheinen. Eine vorhandene Schienenverkehrsinfrastruktur bedeutet zukünftig einen klaren Standortvorteil.

4. Eine Reaktivierung der Schiene würde den bisher in Sachen ÖPNV benachteiligten westmittelfränkischen Raum aufwerten und auch für den Tourismus neue Impulse geben. Hier könnten gerade die Städte Feuchtwangen und Dinkelsbühl von der Bahn profitieren und neue Potentiale im Bereich Fremdenverkehr erschlossen werden.

5. Da fraktionsübergreifend auf Kreisebene an einem neuen verbesserten Nahverkehrskonzept gearbeitet wird, sollte eine Reaktivierung der Bahnlinie DKB – FEU – Dombühl unbedingt eingefordert werden. Die Erfahrung zeigt, dass eine attraktive, getaktete Bahnverbindung als Motor für den öffentlichen Nahverkehr funktioniert. Erfolg bringt allerdings nur ein Nahverkehrsmodell, das den Busverkehr auf die Schienenachse abstimmt und somit möglichst viele Bürger erreicht.

Vorgehensweise:

  • Zusammen mit politischen Mandatsträgern aus den Kommunen, dem Landkreis und Landespolitikern, der bayerischen Eisenbahngesellschaft, dem VGN sowie dem derzeitigen Pächter der Bahnstrecke, der Bayernbahn, ist ein runder Tisch zu bilden, um erste Maßnahmen für ein neues Nahverkehrskonzept mit dem Schwerpunkt Bahnreaktivierung für Westmittelfranken einzuleiten.

  • Für die Realisierung der Bahnreaktivierung sollte so bald wie möglichst ein neues Gutachten erstellt werden, um verlässliche Zahlen über Kosten, prognostizierte Fahrgastzahlen und einen Zeitplan für eine Realisierung zu erhalten.

  • In einem weiteren Schritt sind die Zuschussbeteiligungen des Wirtschaftsministeriums aus Regionalisierungsmitteln für eine Streckensanierung und den Betrieb der Bahnlinie zu beantragen.

 

Fazit: Eine Reaktivierung der Bahnlinie Dinkelsbühl – Feuchtwangen – Dombühl stärkt den strukturschwachen Raum Westmittelfranken und sollte von der Politik im Landkreis Ansbach und den Städten Dinkelsbühl und Feuchtwangen selbstbewusst eingefordert werden.
Ein zukunftsträchtiger, bezahlbarer Ansrapid in unserem schönen Mittelfranken ist auf jeden Fall die bessere Investition als der milliardenschwere und gescheiterte Transrapid in München.

Für die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Landkreis Ansbach Uwe Schreiner
Kellerbergweg 21 91575 Windsbach Tel. 09871/7898

Für die Stadtratsfraktion und den Ortsverband Bündnis 90/ Die Grünen Stadt Feuchtwangen Joachim Gutekunst
Lindenberg 23 91555 Feuchtwangen Tel. 09852/615451

Für die Stadtratsfraktion und den Ortsverband Bündnis 90/ Die Grünen Stadt Dinkelsbühl Gerhard Zitzmann
Seitz–Berlin-Straße . 8 91550 Dinkelsbühl Tel.09851/6969