Frauen im Asyl - Frauentour vom 22.01. – 23.01.2016

von links: Gabi Schaaf, Verena Osgyan (MdL), Ekin Deligöz (MdB), Gabi Müllender, Christa Spiegl

Mit Ekin Deligoez MdB,und Verena Osgyan MdL. Die Frauentour bestand aus zwei Infoständen in Dinkelsbühl am 22.01. ab 13.30 Uhr und Rothenburg am 23.01.ab 10.00 Uhr. Sowie den zwei Indoor-Veranstaltungen: Feuchtwangen Ladencafé am 22.01. 16.00 – 18.00 Uhr und am 22.01. abends ab 19.30 Uhr in Uffenheim im Haus der Kirche.

Unsere Tour stellte das Thema "Frauen im Asyl – Situation vor Ort" in den Focus - wir haben folgende Gründe und zuempfehlende Massnahmen erarbeitet:

Fluchtursachen

ca. 1/3 der 1 Millionen Flüchtlinge  in Deutschland sind Frauen. Sie fliehen zunächst aus den gleichen Gründen wie  Männer: Krieg, Zerstörung, Unterdrückung, Hunger und Armut.

Sie haben leider immer noch ein Päckchen geschlechtsspezifischer Fluchtgründe dabei wie:  Gewalt in der Ehe, Zwangsheirat, Genitalverstümmelung, Ehrenmord Androhung, Analphabetismus, Vergewaltigung (als Strafe wie in Indien) aber auch als Preis für die Flucht bei Schleppern und oder Arbeitsausbeutung um die Flucht zu überleben. Schwarze Frauen aus Afrika leiden unter rassistischen Androhungen. Wenn Frauen keine Jungfrauen mehr sind (wegen Vergewaltigung) gelten sie als entehrt und sind Freiwild. 

Ca. 5% ,schätzungsweise, sind schwanger auf der Flucht. Die allermeisten ohne jegliche medizinische Versorgung. Demzufolge sind Frauen und Mädchen, die bei uns Asyl beantragen psychisch und physisch schwer belastet. Zum teil traumatisiert.

Empfehlungen und Massnahmen

Empfehlungen und Massnahmen die wichtig sind im Umgang mit Frauennd Mädchen im Asyl. Zunächst ist diesen Frauen das nicht immer anzumerken! Sie haben sich und ihre Kinder an ein erhofftes sicheres Ziel gebracht!

Politische Forderungen

  • Mehr Schutz durch strukturelle Änderungen (Innen-, Sozial-, Familienministerium)
  • Gemeinschaftsunterkünfte für Frauen und Kinder und  Mädchen
  • Einrichtung von Frauenschutzräumen
  • Abschliesbare Toiletten und Duschen
  • Das professionelle und ehrenamtliche Personal muss geschult sein in Bezug auf Gewalt und sexuelle Belästigung inkl. Verankerung in der Hausordnung z.B. darf auch ein Hauswirt nicht einfach mit dem Generalschlüssel überall aufschliessen.
  • Der Zugang zu Frauenhäusern und Frauennotruf muss diesem Kreis Frauen auch zugänglich sein.
  •  Hier hat der deutsche Frauenrat die Bundesregierung und auch die Länder angeschrieben: ihre Flüchtlings- und Hilfsprogramme daran auszurichten
  • Deutsche Flüchtlingspolitik ist Gleichstellungspolitik
  • Frauenspezifische Gestaltung der Integrationsmaßnahmen umsetzten.
  • Geschlechtsspezifische Fluchtursachen erkennen und berücksichtigen.
  • Anhörung ohne Kinder
  • Traumatherapeutische Massnahmen einleiten denn ohne Therapie werden die Kinder auch wieder  mit den Folgen ihrer traumaatisiertren Mütter konfrontiert.
  • Vermittlung von gewaltfreier Gesellschaft,
  • Bildung und Ausbildung/ Beruf praktisch eine Existenzsicherung schaffen
  • Denn man weiss heute Fraueninvetition ist Friedensinvestition

 

 

 

Informationskampagne: Frauen im Asyl - Situation bei uns

Ankündigung

Freitag 22.01. und Samstag 23.01.2016 
in Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Uffenheim und Rothenburg o.d.T 

Geflüchtete Frauen kommen häufig aus stark traditionell geprägten Ländern, in denen sie gesellschaftlich benachteiligt sind. Sie brauchen besondere Zuwendung, von der Registrierung an bis zum Wohnen und Leben. Die Eingliederung in unsere Gesellschaft als gleichberechtigte Frauen und Mütter sollte sensibel angegangen werden. Die Bundesregierung hat erste Maßnahmen ergriffen. 

Wir informieren uns über die Situation vor Ort und wollen gemeinsam Wege entwickeln, wie in kleinen Schritten, die Integration gelingen kann und die Situation von Frauen verbessert werden kann.

Gemeinsame Kampagne des Kreisverband Ansbach, des Ortsverband Dinkelsbühl, des Ortsverband Feuchtwangen, des Ortsverband Rothenburg, des Ortsverband Uffenheim und des Bezirksverbandes Mittelfranken von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.